Firmenprofil

Die Firma Jaissle Elektronik hat in 1961 zumindest in Deutschland den ersten Halbleiterbasierenden Potentiostaten gebaut. In den folgenden 5 Jahrzehnten wurde Jaissle als Hersteller von Potentiostaten und Galvanostaten überwiegend auf den deutschen Markt, mit einigen Systemen auch international bekannt. Dabei beschränkte sich die Herstellung nicht nur auf die o.g. Geräte sondern enthält auch zahlreiche ergänzende Systeme wie Rotierende Ring-Scheiben-Elektroden, Elektrometer, Null-Ohm Strommesser und Faradaykäfige.
Von Anfang an machte sich die Firma Jaissle vor allem durch kundenspezifische Lösungen einen Namen. Es sind im Laufe der Zeit zwar auch ein Reihe von Standardgeräten entstanden, die immer wieder nachgefragt wurden, aber sehr oft waren es eben auch ganz spezielle Lösungen, die Herr Jaissle nach den Wünschen der Kunden gefertigt hat. Dabei stellte sich zumindest für die einheimische Kundschaft die räumliche Nähe als besonderer Vorteil heraus. Denn wie so oft bei speziellen Lösungen ist der erste Ansatz nur bedingt richtig und muß bisweilen noch mehrmals überarbeitet werden.

So gestaltete sich z.B. auch die Entwicklung der Geräte zur Messung des elektrochemischen Rauschens in Zusammenarbeit mit der Uni-Magdeburg. Zunächst wurden dort Ende 1991 zwei Standardsysteme für Korrosionsuntersuchungen mit Computersteuerung angeschafft. In der Folge plante man dort den Themenkreis "Elektrochemisches Rauschen" weiter auszubauen und kontaktierte Herrn Jaissle bezüglich einiger entsprechender Entwicklungen. Die Zusammenarbeit kam zustande und im Laufe der Jahre 1992 bis 1995 hat die Firma Jaissle einige Geräte zur Rauschmessung entwickelt und auch zur Serienreife gebracht. Den Begriff Serienreife muß man dabei sehr vorsichtig verwenden, denn der spezifische Charakter der Forschungsarbeit beinhaltet sehr häufig den Wunsch nach Veränderung. So müßte man den Zustand besser definieren indem man sagt, die Geräte haben einen bestimmten Funktionsumfang, der für einen Reihe von Meßaufgaben im Arbeitsfeld elektrochemisches Rauschen verwendet werden kann. Außerdem können mit diesen Geräten auch eine Reihe von Standardaufgaben im Bereich der Korrosionsforschung durchgeführt werden. Und die Geräte sind so aufgebaut, daß sie noch innerhalb gewisser Grenzen modifiziert, d.h. speziell nach Kundenwünschen, angepaßt werden können.

Abschließend sei noch erwähnt, daß die Potentiostaten natürlich alle mit entsprechender Automatisierung, d.h. Steuerung und Meßdatenerfassung durch den Computer, lieferbar sind. So stehen Programmodule für die Rauschmessung genauso zur Verfügung wie Standardmessungen (potentiostatisch / dynamisch, Reversed Scan, CV und die Unterstützung der rotierenden Elektroden). Diese Automatisierung ist bisher der Aufgabenbereich des Ingenieurbüros Peter Schrems. Außerdem ist geplant, daß Herr Schrems in den nächsten Jahren auch die Geschäfte der Firma Jaissle weiterführt.

Auch in der Automatisierung hat es sich gezeigt, daß kundenspezifische Lösungen gefragt sind, was sich an verschiedenen Projekten anschaulich zeigen läßt. So wurden Meßplätze eingerichtet, bei denen neben den Korrosions-Standarduntersuchungen auch Temperatur-, Dehnungs- und Leitfähigkeitsmessungen durchgeführt wurden. An einem Schweizer Forschungsinstitut wurde ein photo-elektrochemischer Meßplatz eingerichtet, bei dem neben der Steuerung des Potentiostaten auch die Steuerung von optischen Komponenten in das System integriert wurden.

Zusammenfassend kann man das Betätigungsfeld der beiden o.g. Firmen als sehr vielseitig bezeichnen. Bereichert durch die Wünsche der Kunden werden immer wieder neue Lösungen ausgearbeitet und umgesetzt.